Christina Spaarschuh: Farbige Erden im Werk von Nikolaus Lang

Der Schwerpunkt der Diplomarbeit liegt auf den Arbeitstechniken des Künstlers Nikolaus Lang in denen er auf vielfältige Weise Farbige Erden verwendet. Von Bedeutung für Langs Arbeit ist die Entstehung Farbiger Erden in sedimentären Lagerstätten in der Natur. Diesem Aspekt wird aus geologischer Sicht nachgegangen und versucht ein Überblick der farbgebenden Substanzen in Farbigen Erden zu geben. Insbesondere Rote Erden (Roter Ocker) stellen in Langs Werk ein – oftmals im Zusammenhang mit der Kultur der Australischen Ureinwohner – genutztes Arbeitsmaterial dar. Aus diesem Grunde wird auch der potentielle symbolische Gehalt Roter Erden angesprochen. In Gesprächen mit dem Künstler und durch die Untersuchung einiger seiner Werke konnte Einblick in Aspekte, wie Ideenfindung, Arbeitsweise und –material sowie Transport und Präsentation erhalten werden. Elf Untersuchungsberichte zu Arbeiten Langs fassen exemplarisch die erhaltenen Informationen zusammen. Daneben werden fünf verschiedene Arbeitstechniken Langs zur Nutzung Farbiger Erden vorgestellt. Langs Haltung zu Alterung und Veränderung seiner Arbeiten wird anhand von Beispielen vorgestellt und mit der Diskussion um Vergänglichkeit oder Dauerhaftigkeit in der zeitgenössischen Kunst verknüpft.

Schlagworte: Moderne Kunst, Nikolaus Lang, Kunsttechnik, Arbeitstechniken, Farbige Erden, Ocker, Künstlerinterview, Vergänglichkeit 

Publikation: Ochre in the Work of Nikolaus Lang. in: Zeitschrift für Kunsttechnologie und Konservierung, Jg. 22, Heft 1, 2008, S. 89-100