Bachelorstudiengang Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft

Die ersten vier Semester dienen der Vermittlung von Grundlagen der naturwissenschaftlich-technischen sowie geistes- und sozialwissen-schaftlichen Disziplinen. Sie sind vorwiegend durch Pflichtfächer geprägt.

In jeweils 26 SWS im Umfang von 30 Credits werden die Kernfächer Kunsttechnologie und Werkstoffkunde, Konservierung und Restaurierung, ausgewählte Themen aus der Kultur- und Geistesgeschichte, Konservierungswissenschaft und einschlägige Gebiete der Natur­wissenschaften sowie Dokumentations- und Untersuchungstechniken u. a. gelehrt. Dem methodisch und ethisch korrekten Konservieren und Restaurieren von Kunstwerken kommt dabei die zentrale Rolle zu. Direkt verbunden mit diesen zentralen Tätigkeiten des Restaurators sind die Dokumentation und Untersuchungstechniken. Für die Erhaltung und Bearbeitung der Kunstwerke sind Fähigkeiten und Kenntnisse unterschiedlichster Disziplinen erforderlich: Für die Beurteilung der oft Jahrhunderte oder Jahrtausende alten archäologischen Funde oder Monumente ist umfassendes Wissen über die einschlägigen Analyseverfahren der Archäometrie ebenso erforderlich wie ein profundes Wissen zu historischen Werkstoffen und Arbeitstechniken. Der Präventiven Konservierung kommt für die zukünftige Erhaltung der Kunstwerke eine ebenso hohe Bedeutung zu wie der verantwortungsbewussten Verwendung der Konservierungsmittel in den unterschiedlichsten Materialien bzw. Materialgruppen.

Vorzugsweise im siebten und achten Semester folgt ein Studium an einer ausländischen Partneruniversität oder ein Auslandsaufenthalt in einem Museum, einer Sammlung oder die Mitarbeit bei archäologischen Grabungen oder die Tätigkeit in einer Internationalen Organisationen der Kulturguterhaltung.

Im 8. Semester ist die Bachelor Thesis im Umfang von 12 Credits zu absolvieren. Vorzugsweise erfolgt die Bearbeitung eines Kunstwerkes aus den Sammlungen bzw. der Zuständigkeit der Kooperationspartner des Studienganges.

Dieses Studiengangsprofil setzt bei den Bewerbern ein grundsätzliches Interesse und Verständnis für kulturelle, technische und ästhetische und auch ethische Fragen voraus. Da im Studium vom ersten Semester an die Studierenden auch an Sammlungsstücken in den Ateliers und Werkstätten der kooperierenden Institutionen arbeiten, sind Grundkenntnisse im „handling“ mit Kunstwerken ebenso unabdingbar wie Grundkenntnisse der Konservierungs- und Restaurierungsmethoden.

Seit dem Wintersemester 2013/14 werden keine neuen Bachelor-Studenten mehr aufgenommen!